über mich

Marita Eichler


"Über Zäune schauen" nannte ich 2001 unsere ersten sechs geöffneten Privatgärten. Die dazugehörige "Broschüre" bestand damals aus einem DIN-A4-Blatt. 2007 (pünktlich zu Weihnachten) erschien mein erstes Gartenbuch (54 Gärten, 164 Seiten, limitierte Auflage 2100), welches schnell Abnehmer fand. Seit Ende 2008 ist das Buch "Über Zäune schauen - Geöffnete Gärten im Herzen Niedersachsens" vergriffen. Es war nie ein "Ladenhüter" und wird bei amazon immer mal wieder angeboten - allerdings nicht preiswerter, sondern teurer. Sogar in der Internationalen Suchmaschine ist es manchmal zu finden. Ich wurde bis heute gefragt, wann ich denn wieder ein neues Buch schreiben würde - immer war meine Antwort "Nie wieder!", denn ich hatte danach eine mehrjährige Schreibblockade.

Heute sind wir ein Verein, dem über 100 Gärten und Gärtnereien angehören. Im April 2016 durchsuchte ich zwecks Löschung überflüssiger Fotos meinen Computer. Dabei stieß ich auf sechs perfekt passende Aufnahmen für eine neue Titelseite. Der Knoten war geplatzt, und meine Schreibblockade weg. Nach einem Jahr war Buch 2 fertig - die übliche Schreibblockade ist natürlich schlimmer denn je!

Im Buch "Über Zäune schauen 2 - Geöffnete Gärten im Herzen Niedersachsens" stelle ich auf 160 reich bebilderten Seiten 64 Gärten vor - incl. 11 Seiten Pflanzenportraits. Dabei kommt meine Sammelleidenschaft - panaschierte (buntlaubige) Blätter - auch nicht zu kurz. Ich möchte mit meinem 2. Buch viele Gartenbesitzer, die den üblichen sortenarmen Garten haben, zur Vielfalt anregen. Besuchen Sie einmal die vielen Staudengärtnereien, die eine große Auswahl an Pflanzen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anbieten. Im Buch 2 sind alle Fotos und Texte neu und viele Gärten sind hinzugekommen. Eine erste kleine Lieferung der neuen Bücher (limitierte Auflage) habe ich gerade erhalten. Ein Buch kostet 34,90 €. Wird das über 1 kg schwere Buch verschickt, müssen leider incl. Verpackung 40,00 € bezahlt werden. Durch die Gärtnereien und Kunsthandwerker unseres grünen Clubs gelangt das Buch u.a. auch nach Berlin, Bremen, Hannover und Hamburg.

Marita Eichler, Marienburger Str. 1, 29683 Bad Fallingbostel, Tel. 05162-6282 AB, E-Mail 


Gartenpraxis 03/2016:

Überwältigend ist die Pflanzenfülle im 1.000 qm großen Garten von Marita Eichler in Bad Fallingbostel. Jeder noch so kleine Raum ist mit ungewöhnlichen, teils sehr seltenen Gehölzen, Stauden, Zwiebeln und Kletterpflanzen besiedelt. Ein schmaler Rundweg führt vorbei an Wassertümpeln mit Fröschen, durch das grüne Pflanzenreich mit Wildbienenwänden, Rankwänden, Hochbeeten für Gemüse und Nisthilfen für die Vögel. Nicht zu übersehen ist das kleine lila und gelb gestrichene Haus, das genauso skurill wirkt wie all das Lebende rundherum.


Ein Sammelgarten voller Überraschungen

„Über Zäune schauen“ lohnt sich. Bei der gleichnamigen Nachbar-Pforte im Heidekreis ist Marita Eichler nicht nur die Initiatorin. Die Pflanzensammlerin öffnet ihren unglaublichen Garten in Bad Fallingbostel selbst für Busgesellschaften.

 

BAD FALLINGBOSTEL. Für den Garten von Marita und Hans-Joachim Eichler in Bad Fallingbostel braucht man vor allem eines: Zeit. Die Pflanzenfülle ist überwältigend. Jeder kleine Freiraum ist bepflanzt. Über handelsübliche Stauden, die sich in jedem Garten finden, sind die beiden begeisterten Gärtner längst hinaus. Sie haben ihre Liebe für panaschierte Gewächse entdeckt, also Pflanzen, deren Blätter grünlich-weiß-gelb gezüchtet wurden.

„Das hat mich wie ein Schnupfen gepackt“, gibt Marita Eichler zu. Sie hat vor zwölf Jahren das Pendant zur Offenen Pforte im Raum Soltau-Fallingbostel ins Leben gerufen. Seither ist „Über Zäune schauen“ über die Grenzen des Landkreises Heidekreis bekannt. Ganze Busgesellschaften kommen heute, um die Privatgärten zu besuchen. Wer aufgenommen wird, entscheidet Marita Eichler. „Die Gärten müssen schon wirklich etwas bieten. Schließlich kommen viele Besucher von weither“, so die 60-Jährige.

Bevor das Ehepaar 1992 mit der eigenen Gartenanlage begann, bereiste es selbst unzählige Gärten, u. a. auch in Holland, England und Dänemark. „Von überall nimmt man Ideen mit“, stellten die beiden, die sich mittlerweile im Ruhestand befinden, fest. Kein Fleckchen Rasen findet sich auf ihrem 1000-Quadratmeter-Grundstück in der Marienburger Straße – dafür allein 382 immergrüne und Laub abwerfende Gehölze, drei Teiche und zwei kleinere Wasserstellen, Sitzecken und Lauben, eine Sammlung von Nistkästen für Vögel und Nistwände für Wildbienen und viele schöne Gestaltungsideen. „Naturschutz ist uns sehr wichtig“, sagt Ehemann Hans-Joachim.

Der ehemalige Drucker hat sich darauf spezialisiert, die Vielzahl der Bäume und Gehölze in der gewünschten Größe zu halten. Von außen bietet der Garten auf keiner Seite Einblick, von innen hat man dennoch das Gefühl, die Grenzen seien fließend – dank zahlreicher Gartenräume, einem Laubengang, Hochbeeten und Rankgewächsen.

Seit neuestem passt sich das Haus dem kreativen Garten an und glänzt in gelbgrüner und lila Farbe. Freie Flächen hat eine befreundete Porzellanmalerin mit Gartenszenen bemalt. Für ihre Sammelleidenschaft panaschierter Pflanzen haben die Eichlers Kontakt zu Sammlern in Europa aufgenommen. Die panaschierte Linde stammt von einem Tauschpartner aus Polen. Gingko, Eiche, Buche, Aralie, Kastanie, Rose, ja, selbst Brenn-
nessel und Giersch finden sich hier panaschiert.

Die grünlich-weiß gefleckten Blätter bringen zu jeder Jahreszeit Leben in den Garten, darum öffnet das Ehepaar sein Grundstück auch fast das ganze Jahr über. Selbst Zeitschriften und Fernsehen waren bereits zu Besuch, um über diesen Ausnahmegarten im Heidekreis zu berichten.

2007 verfasste Marita Eichler ein Buch über 54 der Gärten „ihrer“ Pforte mit Fotos und Beschreibungen. Leider ist es zurzeit vergriffen.

Martina Hancke - Quelle: Cellesche Zeitung - 28.08.2014


Der Garten von Hans-Joachim und Marita Eichler. Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V. 


NATURNAH: Die Pflanzenjägerin. Sendung am 31.7.2012 im NDR Fernsehen